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Wie funktioniert eine Split-Klimaanlage?

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Eine Split-Klimaanlage pumpt Wärme aus dem Zimmer nach draußen. Im Innengerät verdampft ein Kältemittel und nimmt dabei Wärme aus der Raumluft auf. Eine Leitung bringt es zum Außengerät. Dort presst ein Verdichter das Gas zusammen, es wird heiß und gibt die Wärme an die Außenluft ab. Danach fließt es zurück ins Zimmer.

Raum von 30 auf 24 Grad
in unter 5 Minuten
Verbraucherzentrale nach Stiftung Warentest, Stand 4. August 2026
Lautstärke des Innengeräts
20 bis 30 Dezibel
ADAC, Stand 30. Juni 2026
Stromverbrauch eines sparsamen Geräts
0,3 bis 0,5 Kilowattstunden je Stunde
ADAC, Stand 30. Juni 2026
Außengerät mit Lüfter auf einem Betonsockel an der Hauswand, gedämmte Leitungen führen ins Haus.
Das Außengerät gibt die Wärme aus der Wohnung an die Außenluft ab. Bild: KI generiert.

Eine Klimaanlage pumpt Wärme nach draußen

Eine Klimaanlage erzeugt keine Kälte. Sie nimmt der Luft im Zimmer Wärme weg und gibt diese Wärme draußen wieder ab. Das Werkzeug dafür ist ein Kältemittel, ein Stoff, der schon bei niedriger Temperatur verdampft. Beim Verdampfen nimmt er viel Wärme auf.

Bei der Split-Klimaanlage ist dieser Kreislauf auf zwei Geräte verteilt, daher der Name: Split heißt geteilt. Das Innengerät hängt im Zimmer, das Außengerät steht draußen. Zwei dünne Kupferleitungen verbinden beide, und darin läuft das Kältemittel im Kreis.

Das bringt viel. Das beste Split-Gerät im Test der Stiftung Warentest kühlt einen Raum mit 14 Quadratmetern in weniger als 5 Minuten von 30 auf 24 Grad, berichtet die Verbraucherzentrale. Mobile Geräte, bei denen alles in einem Gehäuse im Zimmer steckt, brauchen dafür 30 bis 45 Minuten.

4 Teile machen den Kreislauf aus

Das Umweltbundesamt beschreibt den Kreislauf in vier Stationen. Jede davon finden Sie in Ihrer Klimaanlage wieder.

Der Weg des Kältemittels durch die Split-Klimaanlage
  1. 1. Verdichter im Außengerät

    Ein Motor saugt das gasförmige Kältemittel an und presst es zusammen. Dabei werden Druck und Temperatur des Gases stark höher.

  2. 2. Wärmetauscher im Außengerät

    Das heiße Gas strömt durch ein Geflecht aus Rohren und Lamellen. Ein Lüfter bläst Außenluft hindurch. Das Gas gibt seine Wärme ab, kühlt ab und wird flüssig.

  3. 3. Engstelle in der Leitung

    Das flüssige Kältemittel strömt durch ein Ventil mit einer Engstelle. Dahinter fällt der Druck, und das Kältemittel wird sehr kalt.

  4. 4. Wärmetauscher im Innengerät

    Der Lüfter des Innengeräts bläst warme Zimmerluft über die kalten Lamellen. Das Kältemittel nimmt die Wärme auf und verdampft. Die gekühlte Luft strömt zurück ins Zimmer, das Gas fließt zurück zum Verdichter.

Den meisten Strom braucht der Verdichter. Er ist auch der laute Teil der Anlage. Weil er bei der Split-Klimaanlage draußen sitzt, ist das Innengerät nach dem ADAC mit 20 bis 30 Dezibel leise. Das Außengerät liegt bei 40 bis 55 Dezibel.

Warum am Innengerät Wasser entsteht

Die Lamellen im Innengerät sind kälter als die Zimmerluft. Daran schlägt sich Feuchtigkeit aus der Luft als Wasser nieder, so wie an einem kalten Glas im Sommer. Die Klimaanlage trocknet die Luft dadurch beim Kühlen ein wenig.

Das Wasser sammelt sich in einer Wanne im Innengerät. Bei fest eingebauten Split-Geräten führt eine Kondensatleitung das Wasser ab, die nicht verstopfen darf, schreibt die Verbraucherzentrale. Meist läuft die Leitung durch das Loch in der Wand nach draußen. Wo das Wasser nicht mit Gefälle abfließen kann, pumpt eine kleine Pumpe es ab.

Was der Inverter an der Klimaanlage ändert

Ältere Klimaanlagen kennen nur zwei Zustände. Der Verdichter läuft mit voller Kraft, bis der Raum kühl ist, und schaltet dann ab. Wird es wieder wärmer, springt er wieder an.

Ein Inverter ist eine Steuerung, die die Drehzahl des Verdichters anpasst. Ist der Unterschied zwischen eingestellter und gemessener Temperatur groß, läuft er schnell. Wird der Unterschied kleiner, läuft er langsamer, statt abzuschalten. Das Gerät hält die Temperatur dadurch gleichmäßiger und ist leiser, weil das ständige Anlaufen wegfällt.

Auch ein Inverter kann nicht beliebig langsam laufen. Ist das Gerät viel zu groß für den Raum, schaltet es trotzdem ständig an und aus. Die Kühlleistung muss deshalb zum Raum passen.

Warum dieselbe Split-Klimaanlage auch heizen kann

Viele Split-Geräte können den Kreislauf umkehren. Dann nimmt das Außengerät Wärme aus der Außenluft auf, und das Innengerät gibt sie im Zimmer ab. Die Beratungsgesellschaft co2online beschreibt das so: Für die Kühlung läuft derselbe Kreislauf andersherum ab.

Ein Split-Gerät, das so heizt, ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Es macht aus einer Kilowattstunde Strom nach co2online im Jahresmittel 2,5 bis 3,5 Kilowattstunden Wärme. Warmes Wasser für Dusche und Küche liefert es nicht. Wann sich das Heizen mit der Klimaanlage lohnt, hängt vom Haus und vom Strompreis ab.

Warum der Kreislauf dicht bleiben muss

In den meisten Split-Geräten steckt das Kältemittel R32, schreibt das Umweltbundesamt. Es ist ein Treibhausgas. Entweicht es, heizt ein Kilogramm das Klima so stark auf wie 675 Kilogramm Kohlendioxid. Neuere Geräte arbeiten auch mit Propan, das fast keine Treibhauswirkung hat, aber brennbar ist.

Deshalb darf nur jemand mit Kälteschein den Kreislauf öffnen, anschließen oder befüllen. Der Kälteschein ist der Nachweis, dass jemand an Kältemittelleitungen arbeiten darf. Fehlt Kältemittel, ist die Anlage undicht. Sie kühlt dann schlechter, und nur ein Fachbetrieb darf das Leck suchen und nachfüllen.

Häufige Fragen

Wie funktioniert eine Split-Klimaanlage einfach erklärt?

Eine Split-Klimaanlage nimmt mit einem Kältemittel Wärme aus dem Zimmer auf und gibt sie draußen ab. Im Innengerät verdampft das Kältemittel und kühlt dabei die Luft. Im Außengerät presst ein Verdichter das Gas zusammen, und ein Lüfter bläst die Wärme in die Außenluft.

Was ist im Außengerät einer Split-Klimaanlage?

Im Außengerät einer Split-Klimaanlage sitzen der Verdichter und ein Wärmetauscher mit Lüfter, beschreibt das Umweltbundesamt. Der Verdichter presst das Kältemittel zusammen, der Wärmetauscher gibt die Wärme an die Außenluft ab. Deshalb ist das Außengerät der laute Teil der Anlage.

Was macht ein Inverter bei einer Klimaanlage?

Ein Inverter regelt die Drehzahl des Verdichters einer Klimaanlage. Statt ständig an- und abzuschalten, läuft der Verdichter langsamer, wenn der Raum fast kühl ist. Die Temperatur bleibt dadurch gleichmäßiger, und das Gerät ist leiser.

Warum tropft Wasser aus der Split-Klimaanlage?

Eine Split-Klimaanlage nimmt beim Kühlen Feuchtigkeit aus der Luft, die sich als Wasser am kalten Innengerät sammelt. Normalerweise läuft es über eine Kondensatleitung nach draußen. Tropft es ins Zimmer, ist diese Leitung meist verstopft oder geknickt.

Kann eine Split-Klimaanlage auch heizen?

Ja, viele Split-Klimaanlagen können heizen, indem sie den Kreislauf umkehren. Sie holen dann Wärme aus der Außenluft ins Zimmer und arbeiten als Luft-Luft-Wärmepumpe. Warmes Wasser liefern sie nicht.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Natürliche Kältemittel in stationären Anlagen: Funktionsweise des Kältekreislaufs, Umweltbundesamt,
  2. Gebäudeklimatisierung: Anlagentypen, Kältemittel und Treibhauspotenziale (Stand 18.03.2024), Umweltbundesamt,
  3. Klimaanlage installieren: Was ist zu beachten? (Stand 04.08.2026), Verbraucherzentrale,
  4. Klimaanlage mit Einbau: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen (30.06.2026), ADAC e.V.,
  5. Inverter-Klimagerät: Funktion und Vorteile (Ratgeber eines Herstellers), Bosch Thermotechnik GmbH,
  6. Luft-Luft-Wärmepumpe: Funktionsweise, Effizienz und Eignung (aktualisiert 23.09.2026), co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH,
  7. Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase, Anhang I (Treibhauspotenzial von R32), Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, EUR-Lex,

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.