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Ratgeber

Mit der Klimaanlage heizen, lohnt sich das?

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Ja, in gut gedämmten Räumen und im Frühjahr und Herbst ist Heizen mit einer Split-Klimaanlage meist günstiger als mit Gas. Die Stiftung Warentest rechnet mit rund 80 Prozent der üblichen Heizkosten. Wintertaugliche Geräte heizen nach dem ADAC bis minus 15 oder minus 20 Grad. Bei Frost sinkt aber die Leistung, und warmes Wasser macht das Gerät nicht.

Heizkosten im Vergleich zu Gas
rund 80 Prozent
Stiftung Warentest, Stand 28. September 2026
Ersparnis sparsamer Geräte über 15 Jahre
über 2.000 Euro
Stiftung Warentest, Klimageräte im Test, Stand 27. Mai 2026
Wintertaugliche Geräte heizen bis
minus 15 bis minus 20 Grad
ADAC, Stand 25. September 2026
Gemütliches Wohnzimmer im Winter mit Schnee vor dem Fenster und einem Split-Innengerät an der Wand.
Im Frühjahr und Herbst heizt eine Split-Klimaanlage oft günstiger als Gas. Bild: KI generiert.

Heizen mit der Klimaanlage ist meist günstiger als Gas

Eine Split-Klimaanlage mit Heizfunktion holt Wärme aus der Außenluft und bläst sie ins Zimmer. Dafür braucht sie Strom, aber deutlich weniger, als sie an Wärme liefert. Deshalb kann sie günstiger heizen als eine Gasheizung.

Die Stiftung Warentest hat 2026 für 15 Split-Geräte nachgerechnet. Wer im Winter zu 80 Prozent mit dem Klimagerät und zu 20 Prozent mit Gas heizt, zahlt im Schnitt nur rund 80 Prozent der üblichen Heizkosten. Mit einem Gerät mit 2,5 Kilowatt für rund 1.300 Euro sparte der Haushalt im Beispiel 180 Euro im Jahr. Dabei entstehen kaum mehr als halb so viele Treibhausgase wie mit einer reinen Gasheizung.

Mit den sparsamsten Geräten sind über 15 Jahre mehr als 2.000 Euro Ersparnis möglich. Die Prüfer haben dafür die Energiepreise vom Frühjahr 2026 angesetzt.

Was das Heizen mit der Klimaanlage an Strom kostet

Der ADAC rechnet ein Beispiel vor. Ein Gerät braucht beim Heizen 0,8 Kilowatt und läuft 10 Stunden am Tag. Bei 30 Cent je Kilowattstunde kostet das 2,40 Euro am Tag oder rund 72 Euro im Monat für einen Raum. Mit dem durchschnittlichen Strompreis von 37,0 Cent, den der Energieverband BDEW für 2026 nennt, wären es 2,96 Euro am Tag.

Wie sparsam ein Gerät heizt, zeigt der SCOP auf dem Energielabel. Ein SCOP von 4 bedeutet, dass das Gerät aus einer Kilowattstunde Strom 4 Kilowattstunden Wärme macht. Je höher der Wert, desto günstiger heizen Sie. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt Geräte, die über das Jahr mindestens 3,5 schaffen.

Bis zu welcher Kälte die Klimaanlage heizt

Wintertaugliche Geräte heizen nach dem ADAC bis minus 15 oder minus 20 Grad, manche noch darunter. Je kälter es draußen ist, desto mehr Strom braucht das Gerät und desto weniger Wärme liefert es. Die Stiftung Warentest hat das Heizen bei 12, 7, 2, minus 7 und minus 15 Grad geprüft.

Bei Frost muss das Außengerät außerdem öfter abtauen. Dabei bildet sich Eis, das das Gerät selbst wegschmilzt. In dieser Zeit heizt es nicht, und es klingt anders als sonst. Bei manchen Geräten passiert das schon unter 10 Grad, schreibt die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz.

Wo das Heizen mit der Klimaanlage passt

Eine Klimaanlage heizt einen Raum gut, nicht ein ganzes schlecht gedämmtes Haus. Der ADAC sieht sie vor allem an diesen Stellen.

  • Einzelne Räume und offene Wohnbereiche.
  • Gut gedämmte Häuser und Wohnungen.
  • Anbauten, Dachgeschosse und ausgebaute Keller.
  • Als Zusatzheizung im Frühjahr und Herbst.

Für unsanierte Altbauten eignen sich Luft-Luft-Wärmepumpen weniger, schreibt co2online. Ob die Klimaanlage Ihre Heizung ganz ersetzen kann oder besser eine Wärmepumpe passt, klärt der Vergleich von Wärmepumpe und Klimaanlage.

So stellen Sie die Klimaanlage zum Heizen ein

Für Wohnräume reichen meist 20 bis 21 Grad, schreibt der ADAC. Jedes Grad mehr erhöht den Stromverbrauch.

Reinigen Sie die Filter regelmäßig, nach dem ADAC alle 3 bis 6 Monate. Nachts hilft der leise Modus, damit das Außengerät die Nachbarn nicht stört.

Die Grenzen beim Heizen mit der Klimaanlage

Eine Klimaanlage macht kein warmes Wasser. Dafür brauchen Sie weiter ein anderes Gerät. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale nennt weitere Nachteile: Der Luftstrom kann als Zugluft stören, Innen- und Außengerät sind zu hören, und die Luft wirbelt Staub auf.

Soll die Klimaanlage einen großen Teil der Heizung übernehmen, kann es dafür Geld vom Staat geben. Für die Förderung einer Klimaanlage muss das Gerät aber strenge Bedingungen erfüllen. Ein Gerät, das nur ab und zu zuheizt, bekommt keinen Zuschuss.

Häufige Fragen

Ist Heizen mit der Klimaanlage günstiger als mit Gas?

Ja, meistens. Die Stiftung Warentest rechnet beim Heizen mit Klimagerät und etwas Gas mit rund 80 Prozent der üblichen Heizkosten. Wie viel Sie sparen, hängt von Strompreis, Gaspreis und Gerät ab.

Bis wie viel Grad minus kann eine Klimaanlage heizen?

Wintertaugliche Klimaanlagen heizen nach dem ADAC bis minus 15 oder minus 20 Grad, manche noch tiefer. Je kälter es ist, desto mehr Strom braucht das Gerät. Bei Frost taut es außerdem öfter ab und heizt in dieser Zeit nicht.

Wie viel Strom braucht eine Klimaanlage zum Heizen?

Im Beispiel des ADAC braucht ein Gerät 0,8 Kilowatt und läuft 10 Stunden am Tag. Das sind 8 Kilowattstunden täglich. Beim Strompreis von 37,0 Cent kostet das 2,96 Euro am Tag.

Kann ich nur mit der Klimaanlage heizen?

In einer gut gedämmten Wohnung ja, im unsanierten Altbau meist nicht. Die Klimaanlage heizt nur den Raum, in dem sie hängt, und macht kein warmes Wasser. Für mehrere Räume brauchen Sie mehrere Innengeräte.

Auf wie viel Grad stelle ich die Klimaanlage im Winter?

Stellen Sie die Klimaanlage im Winter auf 20 bis 21 Grad, das reicht nach dem ADAC für Wohnräume meist aus. Jedes Grad mehr kostet zusätzlichen Strom.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Klimageräte-Test der Stiftung Warentest: Günstiger als Gas, Heizen mit der Klimaanlage (28.09.2026), Stiftung Warentest,
  2. Klimageräte im Test: Effizient cool bleiben (27.05.2026), Stiftung Warentest,
  3. Mit Klimaanlage heizen: Wann es sich lohnt und was es kostet (25.09.2026), ADAC e.V.,
  4. Klimaanlage mit Einbau: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen (30.06.2026), ADAC e.V.,
  5. BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (21.08.2026), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW),
  6. Luft-Luft-Wärmepumpen: Funktion, Effizienz, Kosten, Förderung (Stand 10.03.2026), Energieberatung der Verbraucherzentrale,
  7. Luft-Luft-Wärmepumpe: Arten, Kosten und Förderung (aktualisiert 23.09.2026), co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH,
  8. LAI-Leitfaden für die Verbesserung des Schutzes gegen Lärm bei stationären Geräten, Langfassung (Stand 28.08.2023), Kapitel 1, Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI),

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder der Ratgeber erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.