4 Angaben, an denen Sie ein gutes Split-Gerät erkennen
Eine Split-Klimaanlage besteht aus einem Innengerät im Zimmer und einem Außengerät draußen. Beim Kauf zählen vier Angaben, die Sie auf dem Energielabel und im Datenblatt finden.
- Kühlleistung: Sie muss zum Raum passen, nicht zu klein und nicht zu groß.
- Effizienz: Das Energielabel zeigt, wie viel Strom das Gerät für seine Kühlung braucht. Je höher der SEER-Wert, desto sparsamer.
- Lautstärke: Das Energielabel nennt sie für Innen- und Außengerät in Dezibel.
- Kältemittel: Es steht auf dem Typenschild und im Datenblatt. Je kleiner seine Treibhauswirkung, desto besser für das Klima.
Die Stiftung Warentest hat 2026 15 Split-Geräte geprüft. Sie kosten ohne Einbau rund 870 bis 1.960 Euro. Die Stromkosten fürs Kühlen liegen über 15 Jahre zwischen 780 und 1.800 Euro, je nach Gerät. Ein sparsames Gerät spart in dieser Zeit also bis zu rund 1.000 Euro Strom.
Was SEER und SCOP auf dem Energielabel bedeuten
Der SEER-Wert sagt, wie viel Kühlung das Gerät über einen ganzen Sommer aus einer Kilowattstunde Strom macht. Bei einem SEER von 6,1 sind das 6,1 Kilowattstunden Kühlung. Der SCOP-Wert sagt dasselbe für das Heizen im Winter. Er gilt für ein mittleres Klima, wie in den meisten Teilen Deutschlands.
Die Effizienzklassen reichen beim Kühlen von SEER 5,1 für die Klasse A bis SEER 8,5 und mehr für die Klasse A+++. Beim Heizen beginnt die Klasse A bei SCOP 3,4 und die Klasse A+++ bei SCOP 5,1.
| Effizienzklasse | Kühlen: SEER | Heizen: SCOP |
|---|---|---|
| A+++ | ab 8,5 | ab 5,1 |
| A++ | 6,1 bis unter 8,5 | 4,6 bis unter 5,1 |
| A+ | 5,6 bis unter 6,1 | 4 bis unter 4,6 |
| A | 5,1 bis unter 5,6 | 3,4 bis unter 4 |
Achten Sie bei einer Anlage mit mehreren Innengeräten auf das Label der ganzen Kombination. Das gute Label eines einzelnen Außengeräts sagt wenig, wenn die Innengeräte nicht dazu passen.
Wie leise eine Split-Klimaanlage sein sollte
Das Innengerät einer Split-Klimaanlage ist nach dem ADAC mit 20 bis 30 Dezibel leise. Das liegt daran, dass der laute Verdichter draußen im Außengerät sitzt. Für ein Schlafzimmer suchen Sie ein Gerät, das bei der niedrigsten Lüfterstufe am leisesten ist.
Das Außengerät liegt bei 40 bis 55 Dezibel. Für Sie zählt das wenig, für die Nachbarn viel. Vor deren Schlafzimmerfenster gelten nachts strenge Grenzen. Vergleichen Sie deshalb auch den Wert des Außengeräts und klären Sie den Platz für das Gerät vor dem Kauf.
Welche Kühlleistung Ihr Raum braucht
Als Faustwert rechnen Ratgeber der Branche mit 60 bis 100 Watt je Quadratmeter. Ein Zimmer mit 25 Quadratmetern braucht also 1.500 bis 2.500 Watt, je nach Sonne und Dämmung.
Ein zu großes Gerät ist kein Vorteil. Es schaltet ständig an und aus, nimmt weniger Feuchtigkeit aus der Luft und braucht unnötig Strom, schreibt die Verbraucherzentrale. Die passende Größe finden Sie, wenn Sie die Kühllast berechnen, bevor Sie ein Gerät auswählen.
Welches Kältemittel im Gerät steckt
In den meisten Split-Geräten steckt heute das Kältemittel R32, schreibt das Umweltbundesamt. Ein Kilogramm R32 heizt das Klima so stark auf wie 675 Kilogramm Kohlendioxid, wenn es entweicht. Es gibt inzwischen auch Geräte mit Propan, auf dem Typenschild R290. Seine Treibhauswirkung ist fast null, dafür ist Propan brennbar.
Ab dem 1. Januar 2029 dürfen in der EU keine neuen Split-Klimaanlagen bis 12 Kilowatt mit R32 mehr verkauft werden. Ein Gerät mit R32, das Sie jetzt kaufen, dürfen Sie danach weiter betreiben und warten lassen. Ob R290 oder R32 in Ihr Gerät gehört, besprechen Sie am besten mit dem Betrieb, der es einbaut.
Wer die Split-Klimaanlage einbaut
Einbauen darf eine Split-Klimaanlage nur jemand mit Kälteschein, dem Nachweis für Arbeiten an Kältemittelleitungen. Ein Händler darf Ihnen das Gerät nur verkaufen, wenn Sie schriftlich nachweisen, dass ein solcher Betrieb es einbaut. Das gilt auch beim Kauf im Internet.
Klären Sie deshalb vor dem Kauf, welcher Betrieb das Gerät einbaut. Nicht jeder Heizungs- und Sanitärbetrieb baut Klimaanlagen ein. Fragen Sie auch, ob die Garantie des Herstellers an den Einbau durch einen Fachbetrieb geknüpft ist und wer sich später um die Wartung kümmert.
- Kühlleistung in Kilowatt, passend zum Raum.
- Energielabel mit SEER, und SCOP, wenn Sie auch heizen wollen.
- Lautstärke von Innen- und Außengerät in Dezibel.
- Kältemittel und Füllmenge laut Typenschild.
- Ein Betrieb mit Kälteschein, der einbaut und wartet.
Häufige Fragen
Welche Energieeffizienzklasse sollte eine Split-Klimaanlage haben?
Eine Split-Klimaanlage sollte beim Kühlen mindestens die Klasse A++ haben, also einen SEER-Wert ab 6,1. Die Klasse A+++ beginnt bei SEER 8,5. Je höher der Wert, desto weniger Strom braucht das Gerät für dieselbe Kühlung.
Was bedeutet der SEER-Wert bei einer Klimaanlage?
Der SEER-Wert sagt, wie viel Kühlung eine Klimaanlage über einen ganzen Sommer aus einer Kilowattstunde Strom macht. Ein SEER von 6,1 bedeutet 6,1 Kilowattstunden Kühlung je Kilowattstunde Strom. Für das Heizen gibt der SCOP-Wert dasselbe an.
Wie laut ist das Innengerät einer Split-Klimaanlage?
Das Innengerät einer Split-Klimaanlage ist nach dem ADAC mit 20 bis 30 Dezibel leise, weil der Verdichter draußen sitzt. Das Außengerät liegt bei 40 bis 55 Dezibel. Beide Werte stehen auf dem Energielabel.
Welches Kältemittel ist bei einer Split-Klimaanlage besser, R32 oder R290?
R290, also Propan, schadet dem Klima fast nicht, ist aber brennbar. R32 ist weit verbreitet, heizt das Klima aber 675-mal so stark auf wie Kohlendioxid. Neue Split-Anlagen mit R32 dürfen in der EU ab 2029 nicht mehr verkauft werden.
Was kostet eine gute Split-Klimaanlage?
Eine Split-Klimaanlage kostet ohne Einbau rund 870 bis 1.960 Euro, wie der Test der Stiftung Warentest 2026 zeigt. Mit Einbau durch einen Fachbetrieb nennt der ADAC 2.000 bis 5.000 Euro für einen Raum.
