Was Sie zuerst prüfen, wenn die Klimaanlage nicht kühlt
Bevor Sie an einen Defekt denken, sehen Sie sich die Einstellungen an. Diese Prüfung dauert nur wenige Minuten und behebt das Problem nach Angaben eines Herstellers von Klimageräten in vielen Fällen.
- Steht das Gerät auf Kühlen? Das Zeichen dafür ist meist eine Schneeflocke. Im Modus Lüften oder Heizen kühlt es nicht.
- Ist ein Timer oder der Schlafmodus an? Im Schlafmodus drosseln viele Geräte die Kühlung, und das wirkt tagsüber wie ein Defekt.
- Liegt die eingestellte Temperatur unter der Raumtemperatur? Sonst hat das Gerät keinen Grund zu kühlen. Der ADAC hält 23 bis 25 Grad für ideal.
- Ist der Filter sauber? Ein verschmutzter Filter ist einer der häufigsten Gründe, warum eine Klimaanlage schwächer kühlt.
- Stehen Möbel oder Vorhänge vor dem Gerät? Die Luft muss frei ein- und ausströmen können.
- Sind Fenster und Türen geschlossen? Verdunkeln Sie den Raum außerdem gegen die Sonne.
Den Filter im Innengerät reinigen Sie selbst, nach dem ADAC alle 3 bis 6 Monate. Beim Reinigen der Klimaanlage trennen Sie das Gerät vorher vom Strom und waschen den Filter mit warmem Wasser aus.
Wenn das Außengerät der Klimaanlage nicht läuft
Bei einer Split-Klimaanlage hängt das Innengerät im Zimmer, das Außengerät draußen. Gehen Sie hinaus und hören Sie hin. Dreht sich der Ventilator und hören Sie ein leises Summen, arbeitet das Gerät. Ist alles still, ist vielleicht die Sicherung im Stromkasten herausgesprungen.
Sehen Sie auch nach, ob Laub oder Staub die Lamellen des Außengeräts zusetzen. Grobes Laub dürfen Sie von außen vorsichtig entfernen. Bürsten und Wasser gehören nicht an die Lamellen, und das Gerät öffnen Sie nie. Darin kann auch nach dem Ausschalten gefährliche Spannung stecken.
Warum die Klimaanlage bei großer Hitze schwächer kühlt
An sehr heißen Tagen sinkt die Kühlleistung spürbar, schreibt ein Hersteller. Das ist normal und gibt sich, wenn es draußen kühler wird. Scheint die Sonne direkt ins Zimmer, wird der Raum trotz Kühlung warm. Schließen Sie deshalb Vorhänge oder Rollos.
Kühlt eine neue Anlage den Raum nie richtig, ist sie womöglich zu klein. Ist die Kühlleistung zu gering, dauert das Abkühlen zu lange, schreibt die Verbraucherzentrale. Die Kühlleistung sagt, wie viel Wärme das Gerät in der Stunde aus dem Raum holt. Sprechen Sie dann mit dem Betrieb, der die Anlage eingebaut hat.
Was es bedeutet, wenn die Klimaanlage tropft
Beim Kühlen schlägt sich Feuchtigkeit aus der Raumluft im Innengerät nieder. Dieses Kondenswasser fließt bei einer Split-Klimaanlage durch einen Schlauch nach draußen. Der Ablauf darf nicht verstopfen, betont die Verbraucherzentrale.
- Wasser läuft aus dem Innengerät: Nach Angaben eines Herstellers ist meist der Schlauch geknickt, durch einen Belag verstopft oder das Gerät vereist. Schalten Sie ab, prüfen Sie den sichtbaren Teil des Schlauchs und den Filter.
- Das Gerät tropft nach dem Ausschalten noch kurz: Das ist Restwasser und harmlos. Hält es länger als eine Stunde an, soll ein Fachbetrieb den Ablauf reinigen.
- Das Außengerät tropft im Winter beim Heizen: Das ist normal. Das Gerät taut sein Eis ab, und das Schmelzwasser läuft heraus.
- Aus dem Schlauch draußen kommt beim Kühlen gar kein Wasser: Das ist bei einer Split-Anlage ein Warnzeichen. Dahinter kann ein Stau im Gerät oder fehlendes Kältemittel stecken.
Läuft Wasser in die Wand oder auf den Boden, schalten Sie das Gerät sofort ab. Sonst drohen feuchte Wände und Schimmel.
Woran Sie ein Leck im Kältekreislauf erkennen
Das Kältemittel ist das Gas, das die Wärme aus dem Zimmer nach draußen trägt. Es kreist in einem geschlossenen Kreislauf. Fehlt Kältemittel, gibt es ein Leck. Ein Hersteller nennt diese Zeichen: Die Kühlung lässt immer mehr nach, am Innengerät oder an den Leitungen bildet sich Eis, es zischt, oder an einer Stelle sammeln sich ölige Spuren.
Ein Leck muss unverzüglich repariert werden. Kältemittel nachfüllen und am Kreislauf arbeiten darf nur jemand mit Kälteschein, dem Nachweis, dass er an Kältemittelleitungen arbeiten darf. Fragen Sie deshalb vor dem Auftrag, ob der Monteur einen Kälteschein hat und Split-Klimaanlagen kennt, denn nicht jeder Heizungsbetrieb repariert sie. Bei der jährlichen Wartung der Klimaanlage prüft der Fachbetrieb die Leitungen ohnehin, und viele Störungen lassen sich so verhindern, schreibt ein Hersteller.
Was ein Fehlercode an der Klimaanlage bedeutet
Jeder Hersteller hat eigene Fehlercodes. Schlagen Sie den Code in der Bedienungsanleitung nach.
Zeigt die Anlage einen Fehlercode, macht ungewohnte Geräusche, vereist oder tropft dauernd, ist ein Fachbetrieb gefragt. Weitere eigene Versuche können den Schaden vergrößern und die Garantie gefährden, warnt ein Hersteller. Notieren Sie für den Anruf den Code, den Gerätetyp vom Typenschild und wann der Fehler auftritt.
Sehen Sie Eis oder Ölspuren, oder zischt es?
Schalten Sie die Anlage an der Sicherung ab und lüften Sie. Rufen Sie einen Fachbetrieb mit Kälteschein.
Steht das Gerät auf Kühlen und unter der Raumtemperatur?
Ist der Filter sauber?
Läuft das Außengerät?
Schließen Sie Fenster und Türen und verschatten Sie den Raum. Kühlt es dann noch immer nicht, rufen Sie einen Fachbetrieb.
Prüfen Sie die Sicherung. Bleibt das Außengerät still, rufen Sie einen Fachbetrieb.
Reinigen Sie den Filter und testen Sie das Gerät nach dem Trocknen erneut.
Stellen Sie den Kühlmodus ein und senken Sie die Temperatur. Schalten Sie Timer und Schlafmodus aus.
Warum ein mobiles Klimagerät nicht richtig kühlt
Ein mobiles Klimagerät steht im Zimmer und bläst die warme Luft durch einen Schlauch aus dem Fenster. Dabei entsteht ein Unterdruck, und warme Luft von draußen strömt nach, erklärt das Umweltbundesamt. Ganz lässt sich das nicht verhindern, aber Sie können es verringern.
- Der Schlauch sitzt fest am Gerät und an der Abdichtung im Fenster.
- Der Schlauch ist nicht geknickt und nicht unnötig verlängert.
- Die Abdichtung am Fenster schließt ohne Spalt, denn schon kleine Spalten lassen warme Luft zurück.
- Der Wassertank ist leer. Ist er voll, schalten sich viele Geräte ab oder kühlen schwächer.
Bleibt das Zimmer trotzdem warm, stößt das Gerät an seine Grenzen. Für Räume, die dauerhaft zuverlässig kühl sein sollen, rät ein Hersteller zu einer Split-Klimaanlage.
Häufige Fragen
Warum kühlt meine Klimaanlage nicht mehr richtig?
Eine Klimaanlage kühlt oft wegen eines verschmutzten Filters schlechter, nach Angaben eines Herstellers ist das einer der häufigsten Gründe. Prüfen Sie außerdem, ob das Gerät auf Kühlen steht und die eingestellte Temperatur unter der Raumtemperatur liegt. Hilft das nicht, kann Kältemittel fehlen, und dann muss ein Fachbetrieb kommen.
Ist es normal, dass das Außengerät der Klimaanlage tropft?
Ja, im Heizbetrieb bei Kälte ist Wasser am Außengerät der Klimaanlage normal. Das Gerät taut dann sein Eis ab, und das Schmelzwasser tropft heraus. Bildet sich ein dicker Eispanzer oder läuft dauernd viel Wasser, rufen Sie einen Fachbetrieb.
Warum tropft Wasser aus dem Innengerät der Klimaanlage?
Wasser tropft aus dem Innengerät einer Klimaanlage meist, weil der Schlauch für das Kondenswasser geknickt oder verstopft ist, schreibt ein Hersteller. Auch ein verschmutzter Filter kann das Gerät vereisen lassen. Schalten Sie ab und prüfen Sie Schlauch und Filter, sonst reinigt ein Fachbetrieb den Ablauf.
Darf ich Kältemittel in meine Klimaanlage selbst nachfüllen?
Nein, Kältemittel in eine Klimaanlage nachfüllen darf nur jemand mit Kälteschein. Fehlt Kältemittel, hat die Anlage ein Leck, und das muss zuerst gefunden und repariert werden. Erst danach füllt der Fachbetrieb nach.
Was mache ich, wenn meine Klimaanlage einen Fehlercode zeigt?
Einen Fehlercode Ihrer Klimaanlage schlagen Sie zuerst in der Bedienungsanleitung nach. Meldet er einen Defekt, schalten Sie das Gerät ab und versuchen nichts weiter. Notieren Sie Code und Gerätetyp und rufen Sie einen Fachbetrieb.
