Warum viele Hersteller einen eigenen Stromkreis verlangen
Eine Split-Klimaanlage läuft an heißen Tagen viele Stunden am Stück. Zahlreiche Hersteller schreiben dafür ausdrücklich einen eigenen Stromkreis vor, berichtet ein Elektrobetrieb aus Berlin. Für kleine Mono-Split-Geräte ist meist eine Sicherung mit 16 Ampere vorgesehen, für größere Geräte 25 Ampere, für große Anlagen 32 Ampere.
Was Ihr Gerät braucht, steht in der Anleitung des Herstellers. Halten Sie sich daran, denn ein Einbau gegen die Anleitung kann Ärger mit der Garantie bringen. Lassen Sie den Betrieb beim Termin vor Ort deshalb in die Anleitung sehen, bevor er ein Angebot macht.
Wie viel Strom eine Split-Klimaanlage zieht
Ein sparsames Split-Gerät der Klasse A+++ verbraucht nach dem ADAC 0,3 bis 0,5 Kilowattstunden je Stunde. Ein Gerät der Klasse A+ braucht 0,8 bis 1,2 Kilowattstunden, ältere Geräte unter A+ bis zu 2,5 Kilowattstunden.
Ein üblicher Stromkreis mit 230 Volt und 16 Ampere trägt höchstens 3.680 Watt. Teilen sich die Klimaanlage, ein Wasserkocher mit 2.000 Watt und ein Staubsauger diesen Kreis, kann die Sicherung auslösen. Dann steht auch die Klimaanlage still. Ein eigener Stromkreis verhindert das.
Wer die Klimaanlage an den Strom anschließen darf
Arbeiten am Stromnetz im Haus sind Sache eines Elektrobetriebs. Hinter der Hauptsicherung darf außer dem Netzbetreiber nur ein Betrieb Leitungen legen oder ändern, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. So steht es in der Verordnung über den Anschluss ans Stromnetz.
Der Kälteschein des Klimamonteurs deckt die Arbeit am Kältemittel ab, nicht die Elektrik im Haus. Fragen Sie vor dem Auftrag, wer den Stromanschluss übernimmt und ob er im Angebot steht. Den Kälteschein des Monteurs lassen Sie sich trotzdem zeigen, denn den braucht er für die Kältemittelleitungen.
Steckdose oder fester Anschluss für die Split-Klimaanlage
Eine vorhandene Steckdose eignet sich nur, wenn der Stromkreis dahinter für ein Gerät geeignet ist, das lange am Stück läuft, schreibt der Elektrobetrieb aus Berlin. Ein Verlängerungskabel ist für eine fest eingebaute Anlage keine Dauerlösung.
Welche Leitung und welcher Schutzschalter passen, hängt von Gerät, Leitungsweg und Zustand der Elektrik ab. Moderne Geräte mit Inverter können besondere Anforderungen an den Fehlerstromschutzschalter stellen. Das klärt der Elektriker anhand der Anleitung des Herstellers.
Was der Stromanschluss für die Klimaanlage kostet
Liegt schon eine passende Leitung in der Nähe, setzt ein Fachbetrieb aus Bayern für den Anschluss 100 bis 200 Euro an. Muss eine neue Leitung vom Sicherungskasten gelegt werden, hängt der Preis vom Weg der Leitung ab. Einen seriösen Preis kann der Elektriker erst nennen, wenn er Gerät, Leitungsweg und Sicherungskasten gesehen hat.
Planen Sie den Stromanschluss deshalb gleich beim ersten Termin mit ein. Fragen Sie, ob die Kosten einer Klimaanlage mit Einbau im Angebot den Stromanschluss schon enthalten.
Häufige Fragen
Braucht eine Klimaanlage eine eigene Sicherung?
Eine fest eingebaute Split-Klimaanlage braucht oft eine eigene Sicherung, weil viele Hersteller einen eigenen Stromkreis vorschreiben. Für kleine Geräte sind meist 16 Ampere vorgesehen. Was Ihr Gerät braucht, steht in der Anleitung des Herstellers.
Darf der Klimamonteur die Klimaanlage selbst ans Stromnetz anschließen?
Eine neue Leitung oder Sicherung im Haus darf nur ein Elektrobetrieb legen, der beim Netzbetreiber im Installateurverzeichnis eingetragen ist. Der Kälteschein des Klimamonteurs deckt nur die Arbeit am Kältemittel ab. Fragen Sie deshalb, wer den Stromanschluss übernimmt.
Kann ich eine Split-Klimaanlage an eine normale Steckdose anschließen?
Eine Split-Klimaanlage an einer normalen Steckdose geht nur, wenn der Stromkreis dahinter für ein Gerät geeignet ist, das lange läuft, und der Hersteller es erlaubt. Ein Verlängerungskabel ist keine Dauerlösung. Prüfen lassen Sie das von einem Elektriker.
Wie viel Strom braucht eine Split-Klimaanlage pro Stunde?
Eine sparsame Split-Klimaanlage der Klasse A+++ braucht nach dem ADAC 0,3 bis 0,5 Kilowattstunden je Stunde, ein Gerät der Klasse A+ 0,8 bis 1,2 Kilowattstunden. Ältere Geräte unter A+ brauchen bis zu 2,5 Kilowattstunden.
