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Ratgeber

Stromverbrauch einer Klimaanlage und was er kostet

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

Eine Split-Klimaanlage braucht beim Kühlen je nach Effizienzklasse 0,3 bis 2,5 Kilowattstunden Strom in der Stunde. Bei 37,0 Cent je Kilowattstunde kostet eine Stunde also rund 11 bis 93 Cent. Ein Gerät der Klasse A++ verbraucht in einem Sommer mit 300 Stunden rund 150 Kilowattstunden, das sind etwa 56 Euro.

Strom je Stunde, Klasse A+++
0,3 bis 0,5 Kilowattstunden
ADAC, Klimaanlage mit Einbau, Stand 30. Juni 2026
Strom je Sommer, Klasse A++
rund 150 Kilowattstunden
ADAC, Klimaanlage mit Einbau, Stand 30. Juni 2026
Strompreis für Haushalte 2026
37,0 Cent je Kilowattstunde
BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, Stand 21. August 2026
Moderner Stromzähler im Zählerschrank, durch das Fenster ein Außengerät in der Sommersonne.
Ein sparsames Gerät braucht beim Kühlen nur einen Bruchteil des Stroms eines alten. Bild: KI generiert.

Wie viel Strom eine Klimaanlage je Stunde braucht

Wie viel Strom eine Klimaanlage braucht, hängt vor allem von ihrer Effizienzklasse ab. Die Klasse steht auf dem Energielabel, dem farbigen Aufkleber mit den Stufen A+++ bis D, den jedes neue Gerät tragen muss. Am sparsamsten ist die Split-Klimaanlage. Sie hat ein Innengerät im Zimmer und ein Außengerät draußen.

Ein Gerät der besten Klasse A+++ braucht nach dem ADAC 0,3 bis 0,5 Kilowattstunden in der Stunde. Bei Klasse A+ sind es 0,8 bis 1,2 Kilowattstunden, bei Geräten unter A+ sogar 1,5 bis 2,5 Kilowattstunden. Mit 37,0 Cent je Kilowattstunde kostet eine Stunde Kühlen also 11 bis 19 Cent, 30 bis 44 Cent oder 56 bis 93 Cent.

Stromverbrauch und Kosten einer Split-Klimaanlage je Stunde Kühlen. Verbrauch nach ADAC, Kosten mit 37,0 Cent je Kilowattstunde gerechnet und gerundet.
EffizienzklasseStrom je StundeKosten je Stunde
A+++0,3 bis 0,5 Kilowattstunden11 bis 19 Cent
A+0,8 bis 1,2 Kilowattstunden30 bis 44 Cent
unter A+1,5 bis 2,5 Kilowattstunden56 bis 93 Cent

Die 37,0 Cent sind der Durchschnittspreis für Haushalte im Jahr 2026, ermittelt vom Energieverband BDEW. Ihr eigener Tarif kann davon abweichen. Den genauen Preis finden Sie auf Ihrer Stromrechnung.

Was der Stromverbrauch im Sommer kostet

Für einen ganzen Sommer zählt, wie viele Stunden die Anlage läuft. Der ADAC rechnet mit einem Wohnzimmer, das an 60 Tagen je 5 Stunden gekühlt wird. Ein Gerät der Klasse A++ braucht dafür rund 150 Kilowattstunden. Beim Strompreis von 37,0 Cent sind das 55,50 Euro im Jahr.

Über die Jahre kommt mehr zusammen. Die Stiftung Warentest hat 15 Split-Geräte geprüft und für das Kühlen über 15 Jahre Stromkosten von 780 bis 1.800 Euro errechnet. Das sind 52 bis 120 Euro im Jahr, je nachdem, welches Gerät Sie kaufen.

Was die Effizienzklasse am Stromverbrauch ändert

Hinter jeder Effizienzklasse steht eine Zahl, der SEER. Er sagt, wie viel Kälte ein Gerät über einen ganzen Sommer aus einer Kilowattstunde Strom macht. Ein Gerät mit SEER 6,1 macht aus 1 Kilowattstunde Strom 6,1 Kilowattstunden Kälte. Je höher die Zahl, desto weniger Strom braucht es für dieselbe Kühlung.

Die EU legt fest, welcher SEER zu welcher Klasse gehört. Klasse A+++ beginnt bei 8,5, A++ bei 6,1, A+ bei 5,6 und A bei 5,1. Für das Label rechnet die EU mit 350 Stunden Kühlen im Jahr. Ein Gerät mit 2,5 Kilowatt Kühlleistung braucht damit 103 bis 172 Kilowattstunden im Jahr und kostet 38 bis 63 Euro. Die Kühlleistung sagt, wie viel Wärme das Gerät in der Stunde aus dem Raum holt. Ein Gerät mit 3,5 Kilowatt braucht 144 bis 240 Kilowattstunden und kostet 53 bis 89 Euro.

Stromverbrauch und Stromkosten im Jahr bei 350 Stunden Kühlen, so wie das Energielabel rechnet. Kosten mit 37,0 Cent je Kilowattstunde.
EffizienzklasseSEER mindestensGerät mit 2,5 KilowattGerät mit 3,5 Kilowatt
A+++8,5103 Kilowattstunden, 38 Euro144 Kilowattstunden, 53 Euro
A++6,1143 Kilowattstunden, 53 Euro201 Kilowattstunden, 74 Euro
A+5,6156 Kilowattstunden, 58 Euro219 Kilowattstunden, 81 Euro
A5,1172 Kilowattstunden, 63 Euro240 Kilowattstunden, 89 Euro

Von A++ auf A+++ sparen Sie beim kleineren Gerät also 15 Euro im Jahr. Wer die Anlage doppelt so lange laufen lässt, zahlt dagegen das Doppelte. Wie lange und wie kalt Sie kühlen, wiegt deshalb schwerer als die Klasse.

So rechnen Sie den Stromverbrauch selbst aus

Mit drei Zahlen vom Energielabel rechnen Sie den Verbrauch Ihres Geräts in wenigen Minuten aus.

  1. Lesen Sie auf dem Label die Kühlleistung in Kilowatt ab, zum Beispiel 2,5.
  2. Lesen Sie daneben den SEER ab, zum Beispiel 6,1 bei einem Gerät der Klasse A++.
  3. Schätzen Sie, wie viele Stunden das Gerät im Sommer läuft. Das Label rechnet mit 350 Stunden, das sind etwa 70 Tage mit je 5 Stunden.
  4. Rechnen Sie Kühlleistung mal Stunden geteilt durch SEER. 2,5 mal 350 geteilt durch 6,1 ergibt 143 Kilowattstunden.
  5. Nehmen Sie das Ergebnis mal Ihren Strompreis. 143 Kilowattstunden mal 37,0 Cent sind rund 53 Euro.

Das Ergebnis ist ein guter Anhaltswert, aber kein Messwert. In einer heißen Dachwohnung braucht das Gerät mehr, an milden Tagen weniger. Den genauen Verbrauch zeigt nur ein Zähler. Für fest angeschlossene Split-Geräte setzt ein Elektriker dafür einen eigenen Zähler in die Leitung, manche Geräte zeigen den Verbrauch auch in der App.

Warum mobile Klimageräte mehr Strom brauchen

Ein mobiles Klimagerät steht auf Rollen im Zimmer und bläst die warme Luft durch einen Schlauch aus dem Fenster. Dabei entsteht im Raum ein Unterdruck, und warme Luft von draußen strömt nach, erklärt das Umweltbundesamt. Das Gerät arbeitet also zum Teil gegen sich selbst.

Nach der Beratungsgesellschaft co2online brauchen viele dieser Geräte im Betrieb 1.000 Watt und mehr. Das ist mindestens 1 Kilowattstunde in der Stunde, also 37 Cent. Läuft ein solches Gerät 300 Stunden im Sommer, kostet das 111 Euro oder mehr.

Vergleichen Sie die Effizienzklasse eines mobilen Geräts nicht mit der eines Split-Geräts. Für mobile Geräte gilt auf dem Label eine eigene Skala mit einer anderen Kennzahl. Den Verbrauch messen Sie am einfachsten mit einem Strommessgerät zwischen Stecker und Steckdose, rät die Verbraucherzentrale.

Wie Sie den Stromverbrauch der Klimaanlage senken

Am wenigsten Strom kostet die Wärme, die gar nicht erst ins Zimmer kommt. Ein Sonnenschutz außen am Fenster ist nach dem Umweltbundesamt oft die günstigere Lösung als eine Klimaanlage. Läuft das Gerät, sparen diese Gewohnheiten Strom:

  • Stellen Sie die Temperatur nicht zu niedrig ein. Der ADAC hält 23 bis 25 Grad für ideal.
  • Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, solange das Gerät kühlt.
  • Verschatten Sie tagsüber die Fenster nach Osten, Süden und Westen.
  • Schalten Sie die Anlage nur bei Bedarf ein. Nachts kühlen Sie besser mit offenen Fenstern, rät die Verbraucherzentrale.
  • Nutzen Sie den Timer, damit das Gerät nicht den ganzen Tag läuft.
  • Reinigen Sie die Filter alle 3 bis 6 Monate und lassen Sie die Anlage einmal im Jahr warten.

Saubere Filter und eine gewartete Anlage zählt der ADAC zu den Dingen, die den Verbrauch bestimmen. Wer die Klimaanlage selbst reinigen will, beginnt mit den Filtern im Innengerät.

Die Beratungsgesellschaft co2online nennt eine Solaranlage als Weg, die Stromkosten auszugleichen. Eine Klimaanlage läuft vor allem an sonnigen Tagen. Wer eine Solaranlage hat, kann die Klimaanlage mit Solarstrom betreiben und kauft dann weniger Strom zu.

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage pro Stunde?

Eine Split-Klimaanlage der Klasse A+++ verbraucht beim Kühlen nach dem ADAC 0,3 bis 0,5 Kilowattstunden pro Stunde. Geräte der Klasse A+ brauchen 0,8 bis 1,2 Kilowattstunden, Geräte unter A+ 1,5 bis 2,5. Bei 37,0 Cent je Kilowattstunde kostet eine Stunde damit 11 bis 93 Cent.

Was kostet eine Klimaanlage im Sommer an Strom?

Eine Split-Klimaanlage der Klasse A++ kostet bei 300 Stunden Kühlen rund 55,50 Euro Strom im Sommer. Der ADAC rechnet dafür mit rund 150 Kilowattstunden, der Preis von 37,0 Cent ist der Durchschnitt für Haushalte 2026. Wer länger kühlt oder ein schlechteres Gerät hat, zahlt mehr.

Verbraucht ein mobiles Klimagerät mehr Strom als eine Split-Klimaanlage?

Ja, ein mobiles Klimagerät braucht für dieselbe Kühlung mehr Strom als eine Split-Klimaanlage. Nach co2online ziehen viele mobile Geräte 1.000 Watt und mehr, ein Split-Gerät der Klasse A+++ im Schnitt 300 bis 500 Watt. Dazu strömt beim mobilen Gerät durch den Fensterspalt warme Luft nach.

Was bedeutet der SEER-Wert auf dem Energielabel einer Klimaanlage?

Der SEER-Wert sagt, wie viel Kälte eine Klimaanlage über einen Sommer aus einer Kilowattstunde Strom macht. Ein SEER von 6,1 heißt 6,1 Kilowattstunden Kälte je Kilowattstunde Strom. Ab 8,5 bekommt ein Gerät die Klasse A+++, ab 6,1 die Klasse A++.

Wie viel Strom spart eine Klimaanlage der Klasse A+++ gegenüber A++?

Eine Klimaanlage der Klasse A+++ spart gegenüber A++ beim reinen Kühlen wenig. Bei einem Gerät mit 2,5 Kilowatt und 350 Stunden im Jahr sind es 40 Kilowattstunden oder 15 Euro. Deutlich mehr bringt die bessere Klasse, wenn Sie mit dem Gerät auch heizen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Delegierte Verordnung (EU) Nr. 626/2011 der Kommission über die Energieverbrauchskennzeichnung von Luftkonditionierern, konsolidierte Fassung vom 30.09.2023, Anhang II Tabellen 1 und 2, Anhang VII Tabelle 4, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, EUR-Lex,
  2. BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (21.08.2026), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW),
  3. Gebäudeklimatisierung: Raumklimageräte, Kältemittel und Energiebedarf (Stand 18.03.2024), Umweltbundesamt,
  4. Klimaanlage installieren: Was ist zu beachten? (Stand 04.08.2026), Verbraucherzentrale,
  5. Klimageräte im Test: Effizient cool bleiben (27.05.2026), Stiftung Warentest,
  6. Klimaanlage mit Einbau: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen (30.06.2026), ADAC e.V.,
  7. Klimageräte und Klimaanlagen: Vergleich, Effizienz, Alternativen, co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH,

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Stand dieser Angaben: 3. Oktober 2026.